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Monatliches Archiv: April 2015

Die Blende (inklusive Videokurs Teil6)

Die „Nebenwirkungen“ der Blende.

Das man mit der Blende die Menge des Lichtes steuert, die auf den Kamerasensor fällt, hatten wir ja bereits besprochen. Jedoch hat die Blende ebenso wie die Verschlusszeit noch gewisse Nebenwirkungen. Denn die Blende hat starken Einfluss auf die Schärfentiefe im Bild.

 

Die Blende hat Einfluss auf die Schärfentiefe.

Die Blende hat Einfluss auf die Schärfentiefe.

Was ist denn Schärfentiefe?

Darüber, was Schärfentiefe ist, und ob es nun Schärfentiefe oder Tiefenschärfe heißt, könnte man stundenlang diskutieren. Und Ihr werdet im www genügend Leute finden, die dies auch tun. Ich hab da ehrlich gesagt aber keine Lust zu. Wichtig ist, dass Ihr wisst, was gemeint ist. Wenn ein Bild wenig Schärfentiefe hat, spricht man in der Regel von einem unscharfen Hintergrund oder / und einem unscharfen Vordergrund. Dies bewirkt, dass das Hauptmotiv im Bild deutlich betont wird, während die vermeintlich unwichtigen Dinge in der Unschärfe verschwimmen.

 

unwichtige  Dinge verschwinden in der Unschärfe

unwichtige Dinge verschwinden in der Unschärfe

Einfache Fotos mit geringer Schärfentiefe?

Besonders für Fotografie – Einsteiger ist das Spiel mit einer geringen Schärfentiefe meistens ein richtiges Aha – Erlebnis. Denn man erzielt schnell sehr beeindruckende Ergebnisse. Bilder erhalten oft diesen weichen, sanften Look und das Hauptmotiv kommt sehr gut zur Geltung. Auch der Foto – Profi nutzt dieses Stilmittel häufig. Ein großer Vorteil: Die Bildgestaltung ist vermeintlich einfach, denn man muss sich weniger Gedanken um den Hintergrund machen, da dieser ja sowieso in der Unschärfe verschwimmt. Bevor mich die Experten jetzt steinigen: Auch über einen verschwommenen Hintergrund kann man sich Gedanken machen. Es stellen sich Fragen, wie z.B.:

  • Erkennt man noch andeutungsweise, was im Hintergrund abgebildet wird?

  • Wie ist die Helligkeit im Hhintergrund?

  • Wie  unscharf sollte der Hintergrund sein?

  • Nehme ich dem Bild seine Geschichte, wenn ich den Hintergrund ausblende?

Auch ein unscharfer Hintergrund kann zur Bildaussage beitragen. Hier gibt er durchaus Auskunft über den Ort des Bildes.

Auch ein unscharfer Hintergrund kann zur Bildaussage beitragen. Hier gibt er durchaus Auskunft über den Ort des Bildes.

Dies sind alles berechtigte Fragen, jedoch bleibt eines bestehen: Die Bildgestaltung wird deutlich schwieriger, wenn ich den Hintergrund komplett scharf darstelle und mir über jedes Detail Gedanken machen muss, auch wenn es nicht zum Hauptmotiv gehört.

Bei den verschwommenen Bildteilen spricht man übrigens vom sogenannten Bokeh. Wie dieses aussieht, hängt von sehr vielen Faktoren ab und auch dieses Thema wird in einschlägigen Foren heiß diskutiert. Letztlich werdet Ihr selber herausfinden, was Euch gefällt und was nicht!

 

Das Spiel mit der Schärfentiefe kann auch sehr stark zur Bildaussage beitragen

Das Spiel mit der Schärfentiefe kann auch sehr stark zur Bildaussage beitragen

Wie erzeugt man denn nun das Bokeh?

Der erste Weg ist: Öffnet die Blende an Eurem Objektiv. Sucht Euch ein Motiv und macht mehrere Bilder von diesem Motiv. Um festzustellen, was das Öffnen der Blende bewirkt, müsst Ihr zunächst mal einige andere Faktoren konstant halten:

  • den Abstand von der Kamera zum Motiv

  • Die Brennweite (beginnt mal mit 50mm)

  • Den Abstand vom Motiv zum Hintergrund (ruhig ein paar Meter Abstand nehmen, um erste Erfolge zu sehen)

All diese Dinge haben ebenfalls Einfluss auf die Schärfentiefe. Dazu aber später mehr.

So, und hier gibt´s wie immer das entsprechende Video zum Thema:

Macht´s gut, Euer Dirk

Lust auf Fotografie? Workshop am 9.5.2015 in Dortmund!

Zur Anmeldung oder für weitere Fragen hier klicken!

Habt Ihr Lust, Eure Kamera genauer kennen zulernen?

Ihr werdet lernen, den manuellen Modus zu benutzen

Ihr werdet lernen, den manuellen Modus zu benutzen

Am 9.5.2015 habt Ihr die Gelegenheit dazu. An diesem Tag ist die Dirk Schmidtmann Fotoschule zu Gast in Dortmund. Auf dem Gelände des Union Gewerbehofes in der Huckarder Straße haben wir ein passendes Ambiente, um bereits an diesem Tag erste beeindruckende Ergebnisse zu erzielen. Am Beispiel „Menschen fotografieren“ erlernt Ihr die wichtigsten manuellen Einstellungen Eurer Kamera vorzunehmen und selbst die Kontrolle über das Bildergebnis zu bekommen. Am Vormittag werden wir die verschiedenen Einstellungen und Ihre Eigenschaften an den Kameras besprechen. Dies machen wir nicht nur theoretisch. Ihr sollt Eure Kameras in die Hand nehmen und direkt mit diesen alle Inhalte nachvollziehen. „Model Rüdiger“ wird uns dazu geduldig zur Seite stehen.

 

Model Rüdiger ist mit dabei

Model Rüdiger ist mit dabei

 

Habt Ihr Lust auf Aha – Erlebnisse mit Eurer eigenen Kamera?

Nach einer ca. 1 – stündigen Mittagspause gehen wir dann nach draußen und fotografieren. Mit verschiedenen kleinen Aufgaben im Gepäck erstellt Ihr gegenseitig Portraits von Euch. Dazu dient uns das Gelände des Union Gewerbehofes und die nähere Umgebung. Jetzt könnt Ihr all die Einstellungen und Infos vom Vormittag direkt ausprobieren und Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das authentische Ruhrpottambiente wird Euch dabei helfen.

 

Nicht nur Technik, auch Bildgestaltung ist ein Thema des Tages

Nicht nur Technik, auch Bildgestaltung ist ein Thema des Tages

 

Habt Ihr Lust auf individuelle Betreuung?

individuelle Betreuung garantiert!

individuelle Betreuung garantiert!

Es handelt sich um einen Intensivkurs mit maximal 4 Teilnehmern. Daher kann ich mich sowohl am Vormittag wie auch am Nachmittag intensiv um die Bedürfnisse aller Teilnehmer kümmern und keiner kommt zu kurz. Ihr lernt in Eurem Tempo und mit individueller Betreuung.

 

Habt Ihr Lust auf Spaß?

Der Spaß wird an so einem Tag auf keinen Fall zu kurz kommen. Der Spaß an der Fotografie nicht und nicht der Spaß und die Freude in einem kleinen Kreis gemeinsam zu lernen und tolle Ergebnisse zu erzielen. Eine entspannte Atmosphäre und individuelle Betreuung sollten zu einem rundum gelungenen Tag führen.

 

Habt Ihr Lust auf diesen Workshop?

Workshops_Mensch_Union_Gewerbehof_hp

Habt Ihr Lust, Euch anzumelden oder möchtet Ihr noch etwas fragen?

Dann hier klicken!

Die Halbautomatik „Zeitvorwahl“

Jetzt doch wieder mit einer Automatik fotografieren?

Ich bin ein klarer Verfechter der manuellen Einstellungen und fotografiere selbst fast ausschließlich im manuellen Modus. Der Hauptgrund ist für mich die volle Kontrolle über das Bild. Dennoch möchte ich die Halbautomatiken der Kameras nicht verschweigen. Grundsätzlich verurteile ich sowieso niemanden, der die Kameraautomatiken benutzt. Schließlich sollte jeder so mit seiner Kamera glücklich werden, wie er es für richtig hält!

Die Zeitautomatik heißt bei Canon Tv. Bei fast allen anderen Systemen ist es des "S" - Modus.

Die Zeitautomatik heißt bei Canon Tv. Bei fast allen anderen Systemen ist es der „S“ – Modus.

Die Zeitvorwahl

Heute geht es um den Modus der „Zeitvorwahl“. Dieser Modus wird auch  „Zeitpriorität“ oder „Blendenautomatik“ genannt. Diese Begriffe erklären eigentlich schon, was der Modus macht: zunächst wählt Ihr die gewünschte Verschlusszeit an der Kamera. Z.B. eine sehr kurze Verschlusszeit, um eine Bewegung einzufrieren oder eine längere „Verschlusszeit“, um eine Bewegung darzustellen, also „Wischer“ ins Bild zu bekommen. Somit habt Ihr die Kontrolle über diesen Teil der Einstellungen. Der Blendenwert wird nun von der Kamera automatisch dazugerechnet. Das geschieht so, dass die Belichtung des Bildes korrekt ist. Zumindest aus Sicht der Kamera. In den meisten Fällen funktioniert dies auch ganz gut. Die Kameras geben Euch auch in der Regel ein Signal (z.B. durch Blinken der Anzeige), wenn sie nicht in der Lage sind, die richtige Blende einzustellen.

Noch mehr Automatik

Wenn Ihr im Menü für die ISO – Werte jetzt noch den Automatik – Modus wählt, müsst Ihr tatsächlich nur noch die Verschlusszeit selbst einstellen. Nun wird nicht nur die Blende, sondern auch der ISO – Wert automatisch berechnet.

Vorsicht ist geboten

Was Ihr bei dieser Halbautomatik bedenken solltet: Nur leichte Veränderungen des Lichtes (z.B. bei bewölktem Himmel im Freien) können bei der gleichen Verschlusszeit zu starken Änderungen des Blendenwertes (oder eben ggf. auch des ISO – Wertes führen). Ihr solltet Euch also sicher sein, dass Euch die anderen Werte wirklich „egal“ sind. Was die Blende und der ISO – Wert genau bewirken, wird in den weiteren Blogeinträgen und den weiteren Folgen des Videokurses noch genauer erklärt.

Meine Empfehlung

Wenn Ihr schon diese Halbautomatik benutzt, achtet darauf, dass Ihr wenigstens den ISO – Wert noch manuell einstellt, um nicht immer mehr Kontrolle über das Bild zu verlieren. Das Argument, mit einer Halbautomatik schneller zu sein, ist sicherlich richtig. Allerdings werdet Ihr merken, dass  ein wenig Übung im M – Modus ebenfalls dazu führt, dass Ihr sehr schnell seid. Und letztlich bleibt Ihr der Herrscher über Eure Bildergebnisse. Probiert es aus und entscheidet letztlich selbst, in welcher Situation Ihr welchen Modus benutzt.

Bis bald…

…..Euer Dirk

Action mit langen Verschlusszeiten

Noch mehr zum Thema lange Verschlusszeiten!

Die Verschlusszeit der Kamera kann man ganz unterschiedlich einsetzen. Auf dem ersten Bild sieht man eine gestellte Szene. Da es im Raum sehr dunkel war, habe ich die Kamera auf ein Stativ gestellt. Die Autos bewegen sich in diesem Falle nicht. Die Unschärfe in den meisten Bildbereichen kommt durch die Blende und ist so gewollt. Es befindet sich aber keine Bewegungsunschärfe im Bild.

Ein statischer Aufbau. Eine relativ lange Verschlusszeit macht das Bild hell.

Ein statischer Aufbau. Eine relativ lange Verschlusszeit macht das Bild hell.

Wegen der schlechten Lichtverhältnisse im Raum habe ich mit 1/30 Sekunde trotzdem eine relativ lange Verschlusszeit genommen. Diese könnte man aus der Hand nicht halten. Daher ist ein Stativ unumgänglich.

Ein Stativ ist bei langen Verschlusszeiten unumgänglich...

Ein Stativ ist bei langen Verschlusszeiten unumgänglich…

Um mehr Dynamik ins Bild zu bringen, lohnt es sich auch bewegte Fotos mit langen Verschlusszeiten zu fotografieren. Wenn man die bewegten Motive dann noch anblitzt, entstehen coole Effekte. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

0,3 Sekunden Belichtungszeit, ein Stativ und ein Blitz bringen Dynamik ins Bild...

0,3 Sekunden Belichtungszeit, ein Stativ und ein Blitz bringen Dynamik ins Bild…

Wenn man am Ende noch ein wenig Photoshop ins Spiel bringt, kommen mehr Autos auf die Bahn, als eigentlich da waren. Hier handelt es sich um echte Bewegungsunschärfe und jeder erkennt, dass auf der Rennbahn Action war.

Hauptmotive müssen nicht immer scharf sein...

Hauptmotive müssen nicht immer scharf sein…

Ihr seht also, mit der Verschlusszeit kann man sehr kreativ sein. Nicht nur in der Landschaftsfotografie.

Euer Dirk